Ende der 1990-er Jahre reifte in uns der Entschluss, endlich das Schicksal unseres Sohnes Felix aufzuklären. Indizien gab und gibt es ausreichend, ohne hilfreiche Partner kann das Problem aber nicht gelöst werden. Immer wieder mussten wir gewaltige Niederlagen einstecken und so manche Reaktion zehrte gewaltig an unseren Nerven:


02.07.2000

02.02.2001
Wir besaßen keinerlei Ermittlungsunterlagen. Also mussten wir zunächst das Aktenzeichen, unter dem der Fall in der DDR geführt worden war, ermitteln.
Dann stellten wir den Antrag auf Wiederaufname des Ermittlungsverfahrens.
Bereits nach einem halben Jahr erhielten wir die Ablehnung unseres Begehrens in den Händen. Beide Dokumente als PDF-Datei


29.05.2001
05.06.2001

15.08.2001

Nach Konsultation mit einem Rechtsanwalt und dessen schriftlichen Bemühungen legten wir persönlich Widerspruch gegen die Ablehnung der Verfahrenswiederaufnahme ein und beschwerten uns beim Justizminister Sachsens über die Arbeitsweise der Staatsanwaltschaften Sachsens und Dresdens.
Trotz aller Brisanz teilte uns STA Avenarius am 15.08.2001 mit: "Eine Wideraufnahme des Verfahrens ist bereits aus Rechtsgründen nicht möglich."
Dieser Bescheid war endgültig.   Die Dokumente als PDF-Datei   
Erschüttert hat uns diese Mitteilung gewaltig, aber nicht umgeworfen. Nur wenig später gingen wir zur Polizei und erstatteten Vermisstenanzeige ...




03.11.2004

Die Angelegenheit ging trotz polizeilicher Bemühungen, jetzt als Vermisstenfall, nicht vorwärts. Also baten wir den DRK-Suchdienst um Mithilfe bei der Suche nach der vermeintlichen Schlüsselfigur Sultanow. Vom Ersten Russischen Fernsehen hatten wir erfahren, dass sich seine Spur in Kasachstan verlieren würde.
Nach anfänglicher Zusage, sich der Angelegenheit anzunehmen, kam ohne weitere Begründung die Absage des DRK.   PDF-Datei

02.02.2005

Wir wussten, dass seit Sommer 2003 ein Rechtshilfeersuchen nach Russland unterwegs war. Eine Antwort war nicht in Sicht und die Zeit lief gnadenlos. In dieser Situatuion wollten wir die immer wieder zur Schau gestellte innige Freundschaft der Ehepaare Schröder und Putin für unser Anliegen einsetzen. Wie lange Gerhard Schröder noch Kanzler und Wladimir Putin Präsident sein würde, wusste niemand vorauszusagen.
Also wandten wir uns an Frau Doris Schröder-Köpf mit der Bitte, unser Problem über Ljudmila Putina an Wladimir Putin heranzutragen. Der mächtigste Mann Russlands sollte doch helfen können (?).
Eine Eingangsbestätigung erhielten wir nicht, aber nach intensiver telefonischer Nachfrage wurde uns mitgeteilt, dass man gerade an einem Abschlussbericht arbeiten würde.
In der Schule würde jeder Lehrer seinem Schüler bei dieser Art der Aufgabenerfüllung ins Heft schreiben: "Thema verfehlt 6".
Frau Schröder-Köpf sollte aktiv werden und nicht ein vortragender Legationsrat.     
Unsere Bitte und die Antwort als PDF-Datei

17.05.2005

Wir wollten diese Ignoranz nicht glauben und setzten uns wieder an den PC. Unser Anliegen stellten wir noch stärker heraus, fügten weitere Informationen ein und hofften, verstanden zu werden.
Diesmal brauchten wir nicht nachtelefonieren, die Antwort kam postwendend:
Frau Schröder-Köpf will nicht helfen und die Freundschaft mit Ljudmila und Wladimir nicht auf`s Spiel setzen.
Lesen Sie selbst:     PDF-Datei

13.12.2006

Gerhard Schröder, seit 15 Monaten nicht mehr Bundeskanzler, besucht unsere Heimatstadt, um im "Haus des Buches" sein Werk "Entscheidungen - mein Leben in der Politik" zu signieren.
Für uns ist es die Gelegenheit, ihm ein Schreiben mit unserem Anliegen direkt zu übergeben. Wir haben etwas Hoffnung, dass er jetzt, außerhalb aller Partei- und Politdisziplin, mit Wladimir Putin ganz ungezwungen sprechen könnte.
Bei der Übergabe unseres Schreibens sagte er uns zu, dass wir eine Antwort erhalten würden.

09. 01.2007

Die Antwort kam! Aber Herr Schröder hatte sich, genauso wie seine Ehefrau, nicht die Mühe gamcht, uns persönlich zu schreiben. Das Büro des Bundeskanzlers a. D. meldete sich schriftlich bei uns. Wir hatten, wenn wir ehrlich sind, nichts anderes erwartet, als diese belanglosen Sätze. Auch Herr Schröder will nicht begreifen, dass seit nunmehr 22 Jahren ein deutsches Kind nicht bei seinen Eltern leben darf.