Über die Enführung unseres Lieblings Felix wurde in der Presse fast zu jeder Zeit berichtet. Für DDR-Verhältnisse war die Berichterstattung auffällig umfangreich. In den Jahren seit der Wende beschäftigten sich alle großen und namhaften Blätter mit dem Thema. Eine Auswahl an Artikeln haben wir eingestellt.
29.12.1984 Bereits am Tag 1 nach der Entführung erscheint im Zentralorgang der SED-Bezirksleitung Dresden, der "Sächsischen Zeitung" der erste Zeugenaufruf. (37 KB)
31.12.1984 Am Silvestertag, die Kriminalisten und Volkspolizisten haben das ganze Wochenende durchgearbeitet, erscheint in der "Sächsischen Zeitung" ein ausführlicherer Artikel (109 KB) mit präzisen Fragestellungen.
08.01.1985 Die Zeugenvernehmungen haben ergeben, dass sich am 28.12.1984 eine Frau intensiv für unseren Kinderwagen interessiert hat. Leider wurde sie nur von hinten beobachtet.
Die Volkspolizei fandet (62 KB) jetzt nach ihr.
09.01.1985 Vor drei Tagen war ein besonderer Sonntag: In der Mittagszeit wurde ein Findelkind aufgefunden, dass bis heute niemand vermisst.
"Felix II" oder "Martin", wie er heute heißt, ist die Spur in dem Fall. Wenn seine wahre Identität ermittelt werden kann, dann ist der Fall gelöst.
Die Sächsische Zeitung berichtet auffallend ausführlich und stellt präzise Fragen. (123 KB)
10.01.1985 Äußerst ungewöhnlich, das Zentralorgang der SED, "Neues Deutschland", veröffentlich einen Artikel (56 KB). Damit ist der Fall in der ganzen DDR bekannt. (siehe auch nächste Veröffentlichung)
10.01.1985 Die "Junge Welt", das Zentralorgang der FDJ, informiert seine Leser am gleichen Tag. Der Bericht (28 KB) fällt deutlich kleiner aus.
01.02.1985 In einem Interview (192 KB) beantwortet der stellvetretende K-Leiter der BDVP Fragen der Presse ausweichend und auch inhaltsleer. Die Polizei hat zu diesem Zeitpunkt aber bereits viele Indizien gesammelt und könnte sehr präzise Antworten geben. Z. B. ist der Zusammenhang zwischen der Kindesentführung und der Kindesaussetzung zu dem Zeitpunkt bereits Hauptermittlungsrichtung.
1. bis 5. Juli
1993
Fast 8 Jahre sind seit der Verfahrenseinstellung vergangen. Als erste berichtet die Bildzeitung im wiedervereinten Deutschland von unserem Fall.
Sachdienliche Hinweise gab es weder nach diese Serie noch nach allen weiteren Veröffentlichungen.
27.11.1999 Die Sächsische Zeitung Dresden widtmete dem Thema nach der Wende wenig Aufmerksamkeit. Im zu Ende gehenden 20. Jahrhundert erschien im Rahmen einer Themenreihe auch ein Bericht über die Enführung von Felix.
Der Titel "Aufklärung unerwünscht" (124 KB) bringt das Dilemma auf den Punkt. Zu keinem Zeitpunkt der Ermittlungen ließen sich die russischen Behörden in die Karten schauen und sie legten an den entscheidenen Punkten das Verhalten der berühmten "drei Affen" an den Tag. Daran hat sich bis heute noch immer nichts geändert.
12.12.2005 Die Dresdner Morgenpost hat seit Mitte der 1990-er Jahre immer wieder an dem Thema gerüttelt. Die Ausgabe vom 12.12.2005 (120 KB) stellte aber eine Zäsur dar. Erstmalig konnten die Leser der Morgenpost sehen, wer die Eltern von Felix sind. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es für uns keinen Grund zu diesem Schritt. Jetzt war aber die Zeit reif.
23.01.2006 Als erstes Politmagazin bringt der FOCUS einen mehrseitigen Beitrag über unser Schicksal. Redakteur Göran Schattauer dokumentiert sauber und tiefgründig recherchiert die gesamte Geschichte.
2006 Mehrere Zeitungen greifen im ersten Halbjahr das Thema auf. Wir erhalten auch Post von Lesern und auch besorgte Anrufe. Aber es bleibt dabei: Keiner kann tatsächlich sachdienliche Hinweise geben und die Aktuere von damals schweigen sich noch immer aus.
27.06.2006 Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet ausführlich. PDF-Datei   80 KB
13.10.2006
Im Vorfeld des 10. Oktober (Putin kommt anlässlich des Petersburger Dialoges nach Dresden) hatten sich viele Zeitungen mit uns beschäftigt. Nachgefragt, warum wir nicht zur Sprache kamen, hat nur die BILD-Zeitung.